Anderthalb Wochen ist es her, da brach sich Stürmerin Anja Mittag im Punktspiel gegen den SC Freiburg bei einer Flugkopfballeinlage die linke Elle. Eine schmerzhafte Verletzung die eine Operation notwendig machte und das Aus für die Algarve-Cup-Teilnahme mit der Nationalmannschaft für die 22-Jährige bedeutete. Wir haben bei Anja Mittag nach dem aktuellen Stand der Dinge gefragt und erwischen sie in Chemnitz, wo sie die vergangenen Tage im Kreise ihrer Familie genoss.
Hallo Anja, wie geht es dir inzwischen, zehn Tage nach dem Spiel gegen den SC Freiburg, bei dem du verletzungsbedingt ausgewechselt werden musstest?
Anja Mittag: Inzwischen geht es mir soweit schon wieder ziemlich gut, ich habe kaum noch Schmerzen. Außerdem machen mir die Fortschritte Mut, denn ich kann sozusagen fast täglich beobachten, wie der Arm heilt.
Was genau ist an dem besagten Sonntag, dem 2. März, im Anschluss an deine Auswechslung passiert?
Anja Mittag: Ich bin direkt ins Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam gefahren, wo ich untersucht wurde und die genaue Diagnose gestellt wurde. Anschließend wurde sofort für den nächsten Tag (Montag, 3. März 2008/d.R.) ein Operations-Termin bei unseren Mannschäftsärzten Dr. Lehnert und Dr. Felderhoff angesetzt, die mich beide zusammen operiert haben. Bei der OP wurde mir dann eine Metallplatte im Unterarm eingesetzt, die den Heilungsprozess unterstützen soll.
Heißt das, du musst demnächst noch einmal unters Messer, um diese Platte wieder heraus zu operieren?
Anja Mittag: Nein, das ist nicht der Fall, und ich bin auch ganz froh darüber, denn die Platte bleibt drin. Das fässt sich zwar etwas komisch an, aber ansonsten stört sie mich ja nicht. Am Donnerstag werden die Fäden von der OP gezogen und ich rechne damit, dann auch von den Ärzten grünes Licht zu bekommen, damit ich ab Montag endlich wieder mit den ersten Trainingseinheiten anfangen kann, auch wenn ich zunächst wohl erst einmal nur Laufen gehen werde. Da werde ich mich noch einmal mit unserem Physiotherapeuten Matthias Pefestorff absprechen und mit ihm mein Reha-Programm planen.
Konkret heißt das, in den letzten anderthalb Wochen waren jegliche sportlichen Aktivitäten für dich tabu?
Anja Mittag: Ja, und das war nicht unbedingt leicht. Ich bin nach wie vor noch krankgeschrieben und habe daher die letzten Tage dafür genutzt, meine alte Heimat und meine Familie zu besuchen. Ich habe viel relaxt und brenne nun darauf, endlich wieder loslegen und etwas tun zu können.
Letzte Frage - wie sehr trauerst du der verpassten Länderspielreise mit der deutschen Nationalmannschaft zum Algarve-Cup hinterher?
Anja Mittag: Natürlich ist es doof und ich ärgere mich schon sehr, dass ich aufgrund der Verletzung nicht an dem Turnier teilnehmen konnte, da es dort unter anderem ja auch darum ging, sich für den Kader der Olympischen Spiele im Sommer zu empfehlen. Allerdings nützt es nichts, dem jetzt noch lange hinherzutrauern. Ich möchte das abhaken und lieber nach vorn schauen. Ich werde mich umso mehr anstrengen, um bei den nächsten Nationalmannschafts-Maßnahmen wieder dabei zu sein. Vor allem hoffe ich, dass ich bei den EM-Qualifikationsspielen im Mai die Chance bekommen, mich zu beweisen und diese Chance dann auch nutzen kann.
Quelle: 1. FFC Turbine Potsdam









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