Norwegen hat das glücklichere Ende im Elfmeterschießen
Mit 5:3 nach Elfmeterschießen (1:1, 0:1) konnte sich die norwegische U19 im Halbfinale gegen die deutsche Mannschaft durchsetzen. Im Finale trifft Norwegen auf Italien; in der Gruppenphase endete dieses Aufeinandertreffen mit 1:0 für die Italienerinnen.
Die deutsche Mannschaft hatte einen Auftakt nach Maß und ging in der 2. Minute in Führung, als Stefanie Mirlach nach einer Ecke von Julia Simic zum Kopfball kam. Ida Elise Enget fälschte den aus kurzer Distanz platzierten Schuss noch ab und ließ Torhüterin Ingrid Thorbjörnsen keine Chance zur Abwehr.
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte behielt die Mannschaft von Maren Meinert das Heft in der Hand und erarbeitete sich sowohl eine Feldüberlegenheit als auch weitere Torchancen. So traf Marie Pollmann in der 14. Minute ins Tor, stand jedoch im Abseits, sodass der Treffer nicht gegeben wurde. Auch Lisa Schwab (21.) und Julia Simic (42.) konnten ihre Chancen, auf 2:0 zu erhöhen, nicht nutzen, sodass die Partie beim Stand von 1:0 pausiert wurde.
Zu Beginn der 2. Halbzeit kamen die Norwegerinnen stärker auf, es brauchte allerdings einen individuellen Fehler, um sie ins Spiel zurückzubringen. Der ansonsten sicheren Torhüterin Desiree Schumann unterlief bei einem Rückpass ein Fehler in der Ballannahme, sodass Enget ungestört ins freie Tor einschieben konnte (49.).
Deutschland übernahm in der folgenden Phase wieder verstärkt die Initiative, war dabei aber weder so gefährlich noch so dominant wie in Durchgang eins. Lediglich die sehr aktive und laufstarke Kim Kulig kam zu weiteren Torchancen, als sie zunächst mittels Freistoß an Schlussfrau Thorbjörnsen scheiterte (56.) und später eine Flanke von Schwab knapp verpasste (70.).
Die Schlussminuten der Begegnung ließen erkennen, dass Deutschland die größeren Bemühungen aufbrachte, um die Verlängerung zu verhindern. Die eingewechselte Selina Wagner (85.) sowie Marie Pollmann (86.) scheiterten an Thorbjörnsen, während die norwegischen Offensivbemühungen hauptsächlich auf Kontern basierten, die jedoch zum Teil, auch auf Grund der weit aufrückenden deutschen Abwehr, für Gefahr sorgten.
Beide Teams waren nach Ablauf der regulären Spielzeit merklich an ihren konditionellen Leistungsgrenzen angelangt, was teilweise zu guten Einschussmöglichkeiten durch Nachlässigkeiten in der Abwehr führte. Simic setzte einen Schuss aus spitzem Winkel ans Außennetz (91.), während auf der anderen Seite Mirlach mit einem sehenswerten Tackling den Gegentreffer vereitelte (100.).
Im Elfmeterschießen scheiterten dann drei der ersten vier Schützinnen. Norwegens Mjelde scheiterte zunächst an Schumann, Hegering und auch Selina Wagner konnten ihre Strafstöße jedoch auch nicht verwandeln, sodass Norwegen am Samstag im Finale gegen Italien spielen wird.
Das Spiel in der Übersicht:
Deutschland: Schumann - Ewers (113. Martini), Mirlach, Henning, Faißt - Simic, Hegering, Weber, Schwab (73. Wagner) - Kulig (103. Wich), Pollmann
Norwegen: Thorbjörnsen - Walde, Herregarden, Ree, Ryland (46. Hansen) - Mjelde, Wold, Andresen, Tarnes (Fugelsnes) - Isaksen, Enget
Tore: 1:0 Mirlach (2.), 1:1 Enget (49.)
Elfmeterschießen: Mjelde verschießt; Hegering verschießt; 1:0 Isaksen; Wagner verschießt; 2:0 Ree; 2:1 Pollmann; 3:1 Andresen; 3:2 Mirlach; 4:2 Enget
Schiedsrichterin: Ayer (Türkei)









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