Freiburg überlegen, Frankfurt siegreich
Die Bundesligafrauen des Sportclub Freiburg mussten am Samstag Abend in Unzhurst gegen die Zweite Mannschaft des 1. FFC Frankfurt bei drückender Schwüle eine knappe 1:2-Niederlage hinnehmen.
Auf Freiburger Seite fehlten mit Nicole Söder, Juliane Maier, Susanne Hartel, Julia Zirnstein und Sandra Schmidt einige der erfahrenen Spielerinnen. Frankfurts Trainer Stefan Fröhlich lobte nach dem Spiel die Umsetzung des taktischen Konzepts durch seine Mannschaft, die sich weitgehend aufs Kontern verlegte – das aber erfolgreich. Freiburg machte das Spiel, Frankfurt die Tore. Doch chancenlos waren die Breisgauerinnen nicht. Bereits nach drei Minuten wurde Merza Julevic mustergültig von der erneut auf der Außenbahn überzeugend auftretenden Nadine Enoch bedient, doch Julevic setzte den Ball knapp über das Frankfurter Gehäuse. Nach einer Viertelstunde hatte Torhüterin Kober die erste Gelegenheit sich auszuzeichnen und nutze diese, indem sie einen Schuss aus kurzer Distanz festhielt. Kurz vor der Pause konnte erneut Julevic eine Vorlage von der gewohnt gut aufgelegten Myriam Krüger nur am Tor vorbei köpfen.
“Es war für uns schon ein ernsthafterer Test, das haben die Mädels auch gewusst”, erklärte Co-Trainer Michael Haas im Anschluss, “im Grunde war ich mit den beiden ersten Spielen zufrieden, aber ich wollte ein besseres Abschlussverhalten sehen, dass sie mal einen Angriff zu Ende spielen.” Und im Ansatz hat das Team das auch gezeigt. Im Gegensatz zu den beiden bisherigen Spielen kamen sie in der ersten Hälfte öfter in den gegnerischen Strafraum, doch in wirkliche Torchancen konnte die Überlegenheit nur selten umgemünzt werden.
In der zweiten Halbzeit ersetzte Haas vier Spielerinnen was sich zunächst kaum bemerkbar machte, schon nach sechs Minuten hatte erneut Julevic eine Großchance, die sie aus halbrechter Position aber nur an die Latte brachte Frankfurt setzte den Konter und schloss diesen erfolgreich zum 0:1 ab. Nach einer guten Stunde war es auch Lisa Schneider, der Torhüterin der zweiten Halbzeit vergönnt, sich auszuzeichnen: Bei einen stramm geschossenen Freistoss Frankfurts aus rund zwanzig Metern begrub sie den Ball souverän unter sich. Beim 0:2, zwei Minuten später, war Schneider chancenlos. Zwölf Minuten vor dem Ende konnte die 17-jährige Sinah Amann den Anschlusstreffer aus der Distanz erzielen (1:2, 78.), was die Freiburgerinnen nochmals sichtlich anspornte, doch die Schlussoffensive blieb erfolglos. “Wir haben heute unsere Schwächen aufgezeigt bekommen, an denen werden wir in der nächsten Tagen und Wochen hart arbeiten. Ohne damit etwas entschuldigen zu wollen, waren die Mädels allerdings auch nicht ganz so spritzig, nach dem sie jetzt zwei Wochen intensiv an Kraft und Ausdauer gearbeitet haben”, so Haas abschließend.
Quelle: SC Freiburg









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