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U 20-Frauen bei WM gegen Kongo, Japan und Kanada

16. Oktober 2008 · Keine Kommentare

Die deutsche U 20-Nationalmannschaft der Frauen trifft bei der WM in Chile (19.
November – 7. Dezember) in der Gruppe C auf die Demokratische Republik Kongo,
Japan und Kanada.

Mit freundlicher Genehmigung des 1. FFC Turbine Potsdam (aus der Pressemappe des DFB)

Erster Gegner der DFB-Auswahl ist am 20. November (23 Uhr MEZ) auf dem
Kunstrasen des Stadions La Florida von Santiago die Demokratische Republik
Kongo. Die zweite Begegnung des Teams von DFB-Trainerin Maren Meinert findet
am 23. November (22 MEZ) ebenfalls in Santiago gegen Japan statt, ehe im letzen
Gruppenspiel am 27. November (23 MEZ) der Vergleich gegen Kanada im Stadion
Francisco Sanchez Rumoroso von Coquimbo folgt.
Die deutsche U 20 war als Gruppenkopf gesetzt. Damit konnte das DFB-Team in der
ersten Runde Begegnungen gegen Gastgeber Chile, Brasilien und die USA
vermeiden.
In der Gruppe A treffen Chile, England, Neuseeland und Nigeria aufeinander. In der
Gruppe B bekommt es China mit Argentinien, Frankreich und den USA zu tun.
Brasilien spielt in der Gruppe D gegen Mexiko, Norwegen und Titelverteidiger
Nordkorea.
Sollte sich Deutschland für das Viertelfinale qualifizieren, wird es zu einer
Begegnung mit einer Mannschaft aus der Gruppe D kommen. Das Eröffnungsspiel
bestreiten Gastgeber Chile und England am 19. November im Stadion Francisco
Sanchez Rumoroso von Coquimbo.

Die WM-Gruppen in der Übersicht:
Gruppe A: Chile, England, Neuseland, Nigeria
Gruppe B: China, Argentinien, Frankreich, USA
Gruppe C: Kanada, Japan, Congo DR, Deuschland
Gruppe D: Mexiko, Norwegen, Brasilien, Nordkorea

Die teilnehmenden Verbände müssen das 21 Spielerinnen umfassende WM-Aufgebot
spätestens zehn Tage vor dem Eröffnungsspiel der FIFA melden.
Das Stadion La Florida, in dem die DFB-Auswahl ihre ersten beiden Gruppenspiele
absolvieren wird, wurde im Zuge der Vorbereitung auf die U 20-WM komplett
renoviert und verfügt über ein Fassungsvermögen von 12.000 Zuschauern.
Coquimbo, die Hafenstadt, in der die DFB-Auswahl auf Kanada treffen wird, liegt
465 Kilometer nördlich von Santiago. Die Zuschauerkapazität der ebenfalls
renovierten Fußballarena Coquimbos beträgt 18.000.

Maren Meinert: „Die U-20-WM wird ein großes Event“
Mit der Demokratischen Republik Kongo, Japan und Kanada erwischte Deutschland
eine schwierige Gruppe bei der Auslosung der U-20-WM der Frauen, die am
Samstag in Santiago de Chile stattfand. Im Interview beurteilt DFB-Trainerin Maren
Meinert die Gruppengegner der deutschen Frauen und definiert die Ziele des
Teams auch im Hinblick auf die Frauen-WM 2011.
Frage: Wer ist der schwierigste Gegner?
Maren Meinert: Alle drei. Kanada ist ein unangenehmer Gegner, der schwer zu
spielen ist. Japan ist lauf- und kampfstark. Mit Kongo treffen wir eine unbekannte
Größe, die durchaus gefährlich sein wird. Wir freuen uns auf das erste Spiel gegen
Kongo.
Frage: Wie wird sich Deutschland auf die drei Gruppenspiele vorbereiten?
Meinert: Wir werden uns gezielt auf jeden Gegner vorbereiten und uns über sie
informieren. Zudem werden wir natürlich Videos analysieren und Ullrike Ballweg
wird die anderen Mannschaften vor Ort analysieren.
Frage: Spielt nach der Niederlage im Auftaktspiel der U-20-WM 2006 gegen
Nordkorea die erste Begegnung gegen Kongo eine besondere Rolle?
Meinert: Wir müssen gleich zum Auftakt 100 Prozent geben. Das erste Ziel lautet,
das erste Spiel auf jeden Fall zu gewinnen. 2006 hat uns eine sehr starke
nordkoreanische Mannschaft erwischt.
Frage: 2006 haben nicht unbedingt viele mit Nordkorea als Weltmeister gerechnet.
Erwarten Sie bei der WM in Chile wieder ein paar Überraschungen?
Meinert: Ich denke, Nordkorea war 2006 wirklich eine Überraschung. Diesmal
haben sich die üblichen Verdächtigen qualifiziert. Zudem bin ich mir sicher, dass
Gastgeber Chile mit einer sehr guten Mannschaft antreten wird. Das haben die
Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen gezeigt. Chile ist bisher noch nicht im
internationalen Frauenfußball aufgetaucht, aber ich denke, die WM wird Chiles
Team die Möglichkeit geben, sich im Weltfußball zu positionieren und seine Stärken
zu präsentieren.
Frage: Wie lautet das Ziel der deutschen U-20-Frauen für die WM in Chile?
Meinert: Zunächst zählen nur die Gruppenspiele und das Erreichen des
Viertelfinales. Allerdings brauchen wir uns mit unserem Team von keiner anderen
Mannschaft zu verstecken. Natürlich wollen wir bei der WM um den Titel mitspielen.
Bei so einem Turnier spielen viele Faktoren eine Rolle, auf die wir uns bestmöglich
vorbereiten. Wenn alles passt können wir jeden Gegner schlagen. Das wird jedoch
immer schwerer, denn viele Länder haben in den letzten Jahren große Fortschritte
gemacht und investieren viel Geld und Zeit in ihre Nachwuchsarbeit.
Frage: Sie haben sich gezielt mit einer reinen U-20-Mannschaft auf die WM in Chile
vorbereitet. Sehen Sie diese Vorbereitung als klarer Vorteil im Vergleich zu 2006,
wo aus U-19 und U-21 eine U-20 gebildet wurde?
Meinert: Wir haben ein bisschen was verändert. Vor Russland 2006 haben wir eine
U-20 gehabt, die bei der U-21 mitspielte. Genau so wie wir jetzt unsere älteren
Spielerinnen zum Nordic Cup der U-23 geschickt haben. Wir haben allerdings einige
Spielerinnen im U-20-Kader gelassen, die noch hätten U-19 spielen können, damit
wir sie in der einen Mannschaft etablieren. Das kann ein Vorteil sein. Dazu kommt,
dass wir in diesem Jahr nicht nur zwei Mal drei Tage haben, um uns gezielt mit der
U-20-Mannschaft vorzubereiten, sondern zweieinhalb Monate. Die Spielerinnen, die
bereits beim U-23-Nordic Cup dabei waren, verfügen über eine ganze Menge
Erfahrung im internationalen Bereich.
Frage: Das heißt, einige Spielerinnen könnten auch noch bei der U-20-WM 2010
dabei sein?
Meinert: Die U-20-WM 2010 ist der Grund, warum wir nach Verstärkung im Bereich
der U-19 umsehen und diese Spielerinnen ganz gezielt fördern. Für viele
Spielerinnen, die jetzt nach Chile gehen, wird die U-20-WM 2010 das nächste große
Turnier sein.
Frage: Mit Simone Laudehr, Babett Peter und Fatmire Bajramaj sind drei
Spielerinnen des U-20-WM-Kaders 2006 ein Jahr später Weltmeister geworden.
Wie sehen Sie die Chancen ihrer Spielerinnen, bei der Frauen-WM 2011
mitzuspielen?
Meinert: Es sollte auf jeden Fall ihr Ziel sein, und natürlich ist das auch unser Ziel.
Das sind die ersten Spielerinnen, die dran wären. Doch es muss klar erkennbar sein,
dass diese Spielerinnen für sich selbst den Anspruch erheben, 2011 auf dem Platz
zu stehen. Natürlich in interner Konkurrenz mit etlichen U-23-Spielerinnen.
Frage: Zwei Weltmeisterschaften im eigenen Land. Gibt es einen schöneren
Ansporn für ihre Spielerinnen?
Meinert: Das ist ein großes Thema für uns alle. Jeder, der beim DFB arbeitet, hat im
Moment 2010 und 2011 im Kopf. Je kürzer es auf ein Turnier hingeht, desto mehr
zählt das kommende Turnier und das ist auch gut so. Im Moment denken wir an
Chile und wenn wir wieder Zuhause sind, beginnt die Vorbereitung auf die nächsten
Turniere.
Frage: Chile als WM-Gastgeber. Ist das etwas Besonderes?
Meinert: Ich erwarte, dass die U-20-WM ein großes Event sein wird, und bin mir
absolut sicher, dass die Chilenen gut vorbereitet sein werden. Da ich weiß, dass
viele Deutsche in Chile leben, erwarte ich natürlich kräftige Unterstützung. Was
Chile uns geben kann, ist sicherlich große Gastfreundschaft und hoffentlich eine
gute Organisation, so dass wir uns dort wohl fühlen. Chile ist ein wahnsinnig
interessantes Land, und die Spielerinnen freuen sich sehr darauf, es
kennenzulernen.

Kategorie: FF>>Aktuell · U 19-23

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