Am morgigen Dienstag, um 7:00 Uhr deutscher Zeit, startet die U17-Weltmeisterschaft in Neuseeland. Als amtierender Europameister geht die deutsche Mannschaft als einer der Mitfavoriten auf den Turniersieg ins Rennen. Einen Überblick darüber, was das Turnier sonst noch mit sich bringt, finden Sie bei uns.
Das Eröffnungsspiel bestreitet Gastgeber Neuseeland gegen Kanada. Die “Kiwis” bauen auf ihren Top-Star Annalie Longo, die 2006 mit gerade einmal 15 Jahren bei der U20-WM in Russland aktiv war und noch im selben Jahr ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft feierte. Die Gruppe A komplettieren Dänemark und Südamerika-Meister Kolumbien. Eines dieser Teams könnte im Viertelfinale auf Deutschland treffen, sollte der Mannschaft von Ralf Peter das Weiterkommen in Gruppe B gelingen. Der erste Schritt hierzu kann am 29.10. gemacht werden, wenn das erste Spiel gegen Costa Rica ansteht. Zu den Mittelamerikanern gesellen sich Ghana, das in der Qualifikation Kamerun eliminierte, und Nordkorea, das 2007 die Asienmeisterschaft gewonnen hat und sicherlich zur absoluten Weltspitze dazugezählt werden kann.
Die Gruppe C beheimatet ebenfalls einen Top-Favoriten mit den traditionell starken USA. Dazu kommt Frankreich, die erste europäische Mannschaft, die sich für die Endrunde qualifizieren konnte. Südamerika wird durch die Mannschaft aus Paraguay repräsentiert, die zwar defensiv schwächelt, offensiv aber über starke Akteure verfügt. Das vierte Gruppenmitglied ist Japan, das sich 2007 hinter Nordkorea den zweiten Platz bei der Asienmeisterschaft sichern konnte.
Auch Brasilien in Gruppe D ist traditionell ein Titelanwärter. Die Südamerikameisterschaft verlor man nur durch die Tordifferenz an Kolumbien, obwohl im direkten Vergleich ein Sieg verbucht werden konnte. Freuen darf man sich unter anderem schon auf die Begegnung mit Nigeria, dem zweiten Teilnehmer aus Afrika. aus europa ist als vierter Vertreter England dabei, Südkorea stellt das dritte Asiatische Team.
Der Kader der deutschen Auswahl ist nicht von einem Verein dominiert sondern setzt sich viel mehr bunt gemsicht aus Spielerinnen von Erst- und Zweitligisten sowie einigen Vereinen, die nicht in einer der Bundesligen spielen, zusammen. Auffällig ist dabei, dass eine ganze Reihe dieser Spielerinnen sich bereits einen Stammplatz in der ersten Mannschaft erarbeiten konnten oder dort zumindest regelmäßig Einsatzzeiten erhalten, so zum Beispiel die Innenverteidigerinnen Valeria Kleiner vom SC Freiburg und Inka Wesely von der SG Essen-Schönebeck, Mittelfeld-Abräumerin Marie-Louise Bagehorn vom Turbine Potsdam, Das Flügelstürmer-Duo Turid Knaak und Alexandra Popp vom FCR Duisburg und die beiden Sturm-Talente Svenja Huth vom FFC Frankfurt und Ivana Rudelic vom FC Bayern. Das Potential, zum Stardes Turniers zu avancieren hat vielleichtganz besonders Dszenifer Marozsan vom 1. FC Saarbrücken. Die Angreiferin hat in 15 U17-Länderspielen 15 Tore erzielt und war auch maßgeblich am EM-Sieg beteiligt.
Den Stellenwert, den die abberufenen Spielerinnen haben, zeigt die Tatsache, dass der Spielbetrieb in der 1. Bundesliga zum Teil wegen der Abstellungen um organisiert wurde, sodass Spiele verschoben wurden, weil den Mannschaften zu viele wichtige Kräfte fehlten.
Gewohnt professionell gestaltet sich die Arbeit des DFB. Bereits sechs Tage vor dem Start ins Turnier brachte die Delegation den 27-stündigen Flug um die halbe Welt hinter sich, um die Auswirkungen von Jetlag und Müdigkeit so weit wie möglich eliminieren zu können. Bleibt nur zu hoffen, dass die Jungen Athletinnen durch den langen Aufenthalt in fremden Gefilden nicht alzu sehr unter Heimweh zu leiden haben.











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