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DFB-Pokal: VfL Sindelfingen – 1. FFC Turbine Potsdam 0:1 (0:1)

9. Februar 2009 · Keine Kommentare

Mit einem 1:0 (1:0)-Arbeitssieg über den VfL Sindelfingen zog das Bundesliga-Team des 1. FFC Turbine Potsdam am heutigen Nachmittag in die Runde der besten Vier des DFB-Pokals der Frauen 2008/2009 ein. „Es war das erwartet schwere Spiel“, konstatierte Turbine-Trainer Bernd Schröder nach dem Spiel, „doch auch so ein Spiel musst du erstmal gewinnen“.

Mit freundlicher Genehmigung des 1.FFC Turbine Potsdam.

Das knappe Ergebnis täuscht allerdings über den tatsächlichen Spielverlauf arg hinweg. „Wir hatten 70 bis 80 Prozent Ballbesitz und haben das Spiel klar bestimmt“, berichtet Bernd Schröder, der sich vergleichsweise milde angesichts zahlreicher vergebener Chancen zeigte und mit dem Ergebnis durchaus zufrieden zeigte: „Das war ein absolut verdienter Sieg. Natürlich hätten wir nach dem 1:0 gern weiter nachgelegt, am Ende zählt für uns aber einzig und allein der Einzug ins Halbfinale. Dort wollen wir nun vor unserem Heimpublikum den Einzug ins Finale klar machen“.

Die „Turbinen“ bestimmten von Beginn an den Rhythmus des Spiels. Sindelfingens Trainer Nico Koutroubis hatte die Potsdamerinnen mehrfach beobachtet und sein Team „hervorragend auf den Gegner eingestellt“. Dementsprechend schwer tat sich das Schröder-Team zunächst mit den äußerst defensiv eingestellten Gastgeberinnen. Zwar eroberten sich die „Turbinen“ schnell die Platzhoheit, die Mauertaktik des VfL Sindelfingen zu durchbrechen gelang ihnen jedoch erst einmal nicht. Nach einer guten Viertelstunde Spielzeit verlegten sich die Gäste aus Potsdam mehr und mehr auf Schüsse aus der 2. Reihe und strahlten damit auch durchaus Torgefahr aus. Nach einer halben Stunde Spielzeit fiel durch eine Kombination über Anja Mittag – Flanke über links – und Essi Sainio – Kopfball aus sieben Metern Torentfernung (…); das erlösende 1:0 aus Sicht Potsdams (30.). Ann-Kathrin Berger („eine hervorragende Torhüterin, die unsere Chancen gleich reihenweise zunichte machte“, so Schröder) war gar noch am Ball gewesen, ließ das Leder jedoch durch die Finger in die Maschen flutschen. „Ich war total erleichtert, als das Tor gefallen ist“, berichtete Torschützin Essi Sainio nach dem Spiel, „ich dachte – jetzt geht’s endlich los“.

Doch weitere Treffer blieben Fehlanzeige. Auch die restlichen 60 Spielminuten bot sich ein unverändertes Bild – Potsdam stürme ununterbrochen, Sindelfingen stand tief und kompakt, zumeist mit acht Spielerinnen hinten drin, und war vorwiegend darum bemüht, die Bälle aus der Gefahrenzone zu bringen. Ein weiteres Tor der „Turbinen“ erkannte Schiedsrichterin Christina Jaworek wegen Torwartbehinderung nicht an – Jessica Wich hatte im Nachschuss nach Abpraller eines platzierten Mittag-Schusses das Leder an Torhüterin Berger vorbei ins Tor bugsiert (62.). So standen nach dem Abpfiff zwar zahlreiche Großchancen, überwiegend durch Distanzschüsse, von Anja Mittag, Jennifer Zietz, Jessica Wich sowie die in der 2. Halbzeit eingewechselte Leni Larsen Kaurin (scheitert aus Nahdistanz an der Keeperin) auf dem Blatt, doch in der Endkonse quenz blieb es beim 1:0 (1:0) aus Sicht Turbine Potsdams. Das kümmerte jedoch kurz nach dem Abpfiff niemanden mehr so wirklich, „Hauptsache weiter“ dachten sich Trainer und Mannschaft.

Ebenso wie DFB-Präsident und Turbine-Mitglied Dr. Theo Zwanziger hatte sich auch Thomas Obliers, Trainer von Halbfinalgegner SG Wattenscheid 09, das Pokalspiel live vor Ort im Floschenstadion angeschaut. Turbine Potsdam empfängt den Zweitligisten am 13. April 2009 (Ostermontag) im „Karl-Liebknecht-Stadion“ von Potsdam zum Halbfinale und möchte dann den Einzug ins Pokalfinale in Berlin klar machen. Den hatte Bernd Schröder bereits vor dem Auftakt der Spielzeit 2008/09 als „unser Saisonziel Nummer 1“ ausgerufen. „Damit können wir Geschichte schreiben“, weiß Turbine-Angreiferin Anja Mittag – schließlich ist es nach einer Entscheidung des Frauen- und Mädchenfußballausschusses des DFB das vorerst letzte Pokalendspiel im Berliner Olympiastadion.

VfL Sindelfingen: Berger – Höller, Schanz, Spengler, Burger, Beck, Na. Rolser, N. Müller (46. Coblenzer), L. Maier (74. Nowak), Ni. Rolser, Betz

1. FFC Turbine Potsdam: Schumann – Peter, Draws, Schmidt – Sainio, Odebrecht (70. Kaurin), Bagehorn, Zietz – Wich (75. M. Kerschowski), Mittag, Kemme

Die Tore: 0:1 Sainio (30.)
Gelbe Karten: Na. Rolser, N. Müller – Kemme

Kategorie: DFB-Pokal · FF>>Aktuell · FF>>Liga & Vereine

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