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Das ewige Duell

1. April 2009 · Keine Kommentare

Es hat auch nach all den Jahren nichts von seinem Reiz verloren – das Aufeinandertreffen der beiden großen FFCs im deutschen Frauenfußball. Am morgigen Abend (Anstoß: 17:30 Uhr) nun empfängt der aktuelle Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam den gegenwärtigen Tabellenvierten, 1. FFC Frankfurt, zur Nachholpartie des 10. Spieltages der Frauenfußball-Bundesliga.

Mit freundlicher Genehmigung des 1. FFC Turbine Potsdam

Es ist nicht nur ein brisantes Duell, sondern auch ein Spiel, dessen Ausgang große Bedeutung in der Meisterschaftsentscheidung haben dürfte. Grund dafür ist das in dieser Saison ganz eng zusammen gerückte Spitzenfeld der Liga, in dessen Dunstkreis sich neben Potsdam und Frankfurt auch der FC Bayern München sowie der FCR Duisburg aufhalten, die am morgigen Mittwoch ebenfalls direkt aufeinander treffen und so wie die Potsdamerinnen und Frankfurterinnen um die „big points“ spielen. Alle vier Teams trennen vor diesem „Super-Mittwoch“ maximal gerade einmal vier Zähler voneinander.

Spannend wird neben der Punkteverteilung in Potsdam auch die „Premiere“ von Turbines langjähriger Ex-Torhüterin Nadine Angerer, die inzwischen ihre Töppen für die Mainhattenerinnen schnürt und morgen erstmals gegen ihre einstigen Teamgefährtinnen auflaufen wird. Die ebenfalls nach Frankfurt gewechselte Ariane Hingst, über viele Jahre Kapitänin der Turbine-Mannschaft, wird aufgrund ihrer Knieverletzung noch nicht zum Einsatz kommen. Doch mit Petra Wimbersky, Karolin Thomas, Stephanie Ullrich sowie der auch langzeitverletzten Conny Pohlers trifft das Team von Potsdams Trainer Bernd Schröder auf weitere gut bekannte Gesichter, die vor geraumer Zeit ebenfalls in Potsdam spielten und mit Turbine Potsdam zahlreiche Titel einheimsten.

Potsdams Trainer Bernd Schröder gibt sich am Vorabend dieses wichtigen Spiels – es ist inzwischen eines mehr von zahlreichen „Spielen des Jahres“ – gespannt ruhig. Als entscheidend für die Tagesform schätzt er die Tagesform beider Mannschaften ein. Darüber werde gewinnen, „wer seine Spielweise durchbringt. Immerhin treffen mit Potsdam und Frankfurt zwei grundsätzlich verschiedene Spielsysteme aufeinander“, erklärt Turbines langjähriger Coach. „Wir gehen mit einer Mannschaft ins Spiel, die einen Altersdurchschnitt von 20 Jahren hat. Frankfurt läuft mit einem Altersdurchschnitt von etwa 26 Jahren auf, verfügt demzufolge über weitaus mehr Erfahrung und dazu zahlreiche Nationalspielerinnen“, so Schröder, der aus diesem Grund auch eine Favoritenstellung der Gastgeberinnen von sich weist: „Gemessen an der Erfahrung der Spielerinnen gehen die Frankfurterinnen als Favorit in d ie Begegnung, zumal sie nicht zuletzt durch den 8:0-Sieg am vergangenen Sonntag wieder deutlich erstarkt sind.“ Zugleich macht Bernd Schröder klar, dass seine Mannschaft „alles dafür geben wird, das Spiel für uns zu entscheiden“.  Bis auf Jessica Wich (Bänderriss im Knöchel) steht Bernd Schröder das komplette Team zur Verfügung. Kapitänin Jennifer Zietz erwartet „ein heißes Ding“, erklärt jedoch ebenfalls: „Wir sind bereit.“

Das die „jungen Wilden“ aus Potsdam derzeit einen Lauf haben, machte nicht nur der klare 3:0-Auswärtssieg über Vizemeister und UEFA-Cup-Halbfinalist FCR Duisburg am 22. März 2009 klar. Im Jahr 2009, seit sechs Pflichtspielen, sind die Potsdamerinnen bislang ungeschlagen und ohne Punktverlust, haben in diesen Begegnungen eine stattliche Torausbeute von 22:2 Treffern erzielt. Zudem etabliert sich die Defensive der Potsdamerinnen mittlerweile als bislang beste der Liga, verbuchte in 16 Spielen lediglich 13 Gegentreffer, weniger als jede andere Mannschaft.

Die Saison des amtierenden Deutschen Meisters, DFB-Pokal-Siegers und UEFA-Cup-Gewinners 2008 startete durchwachsen. Früh schied das Team von Trainer Günter Wegmann aus Pokal und UEFA-Cup aus, marschierte auch in der Meisterschaft nicht wie erhofft vornweg. Zuletzt mussten die Frankfurterinnen am 22. März gegen den SC Freiburg eine bittere 1:2-Niederlage hinnehmen. Trainer Wegmann sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg: „Der 8:0-Heimerfolg gegen den Herforder SV war ein deutliches Ausrufezeichen der Mannschaft und ein klares Signal für die anstehende Partie beim 1. FFC Turbine Potsdam. Ich hoffe, dass die tolle Mannschaftsleistung mit einigen spielerischen Glanzlichtern die Selbstsicherheit nach dem Dämpfer in Freiburg zurückbringt und den Spielerinnen gezeigt hat, dass sie ihr Potenzial abrufen können. Acht Tore muss man erst einmal erzielen und die Leistungen gegen Wolfsburg, Bayern und Herford lassen uns selbstbewusst nach Brande nburg reisen. Im Karl-Liebknecht-Stadion wird es einmal mehr nur über Kampf und Moral gehen, aber wenn wir mit vollem Einsatz zu unserem Spiel finden und die Chancen, die sich uns bieten, konsequent nutzen, wird unser Team auch gegen Turbine Potsdam zeigen können, was in ihm steckt.“

Im Vorfeld der Partie machte sich  bereits ein deutlich gesteigertes Interesse der Medien an dieser Begegnung bemerkbar. Neben Kamerateams von DFB-TV und RBB haben sich Vertreter von über 15 Redaktionen der regionalen und überregionalen Presse für die Berichterstattung von dem Spiel akkreditiert. Akkreditierungen sind auch noch unkompliziert unter presse@turbine-potsdam.de möglich. Als weiteren Service der Berichterstattung bieten wir auch von der Spitzenpartie den gewohnten Turbine-Liveticker unter http://liveticker.turbine-potsdam.de.  Das Videoportal des DFB zeigt unter www.dfb-tv.de im Laufe des Donnerstags einen Zusammenschnitt der Highlights der Partie zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt. Ebenfalls mit einem großen Team im Stadion vor Ort ist der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Selbiger wird gleich mehrmals aus dem „Karl-Liebknecht-Stadion“ in das laufende Programm schalten. So wird sich Reporte rin Sarah Beckmann sowohl im Abendmagazin „zibb“ (19 – 19:30 Uhr) live aus dem Stadion melden als auch in den anschließenden Abendnachrichten bei „Brandenburg Aktuell“ (19:30 – 20 Uhr). Auch die RBB-Spätnachrichten (21:45 – 22:05 Uhr) berichten über die Begegnung.

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