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FCR feiert größten Triumph der Vereinsgeschichte

6. April 2009 · Keine Kommentare

Respekt von der DFB-Führungsriege mit Präsident Dr. Theo Zwanziger an der Spitze, Respekt von der örtlichen Prominenz  allen voran Oberbürgermeister Adolf Sauerland und viel Lob aus den Führungsetagen der Hauptsponsoren Sparkasse und duisport, der Duisburger Hafen AG: Heute gab es nur Lob für die Frauen des FCR 2001 Duisburg, die gleich bei ihrer Premiere im UEFA-women’s-Pokal das Finale erreicht hat und das völlig verdient; denn nach dem 1:1 im Hinspiel waren die Löwinnen auch heute im Halbfinal-Rückspiel die klar bessere Mannschaft und gewannen vor 3200 Zuschauern völlig verdient mit 3:1 (2:1) gegen die Millionentruppe von Olympique Lyon.

Mit freundlicher Genehmigung des FCR

Deren Coach Farid Benstiti zeigte sich als fairer Verlierer und räumte ein, dass der FCR “als berechtigter Sieger aus diesem Duellhervorgegangen ist, auch wenn man beide Spiele betrachtet”.

Löwinnen-Trainerin Martina Voss waren ihre Emotionen anzumerken, als sie das Spiel im überfüllten VIP-Raum kommentierte: “Heute ist ein Traum wahr geworden, wir haben Sensationelles geleistet, sind beeindruckend aufgetreten und haben verdient gewonnen auch, weil wir die Schwächen von Lyon schonungslos aufgedeckt haben.”

Und Teammanager Dieter Oster schämte sich seiner Tränen nicht: “Es ist unglaublich, was diese Mannschaft im UEFA-Cup geleistet hat, angefangen mit dem Turnier in der Ukraine. Das ist aller Ehren wert, da dürfen wir alle stolz sein.”

Für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte verantwortlich war eine geschlossene und entschlossene Mannschaftsleistung.

Aus dieser Elf, die von Anfang an erkennen ließ, dass sie dieses Spiel gewinnen will, hob Voss das zentrale Mittelfeld mit Maes, Kiesel und der jungen Hegering hervor, aber auch Annike Krahn und besonders Sonja Fuss boten heute eine sensationelle Leistung  nur noch übertroffen von der alles überragenden Spielführerin Inka Grings, die in der ersten Halbzeit (38. und 43.) zwei tolle Tore fast im Alleingang erzielte und in der 54. Minute auch noch den Elfmeter herausholte, den Linda Bresonik souverän verwandelte.

Dass nach der Pause überhaupt nur kurz so etwas wie Spannung aufkam, lag an einer Unachtsamkeit in der Abwehr, die Nationalstürmerin Thomis entschlossen zum 1:2 nutzte (45.). Ansonsten hatten die hochgewetteten Gäste nur am Anfang zwei Chancen, die aber Torfrau Längert gegen die schnellen Spitzen Lotta Schelin und Thomis entschlossen klärte.

Hinterher zollte sogar der mächtige Olympique-Präsident Jean Aulas, der noch am Morgen extra eingeflogen war, den Löwinnen Respekt: “Glückwunsch, Duisburg hat verdient gewonnen.”

22 Minuten vor Schluss gab es ein weiteres Highlight für die FCR-Fans: Simone Laudehr brachte nach viermonatiger Verletzungspause noch einmal frischen Wind in die Partie und hätte fast noch einen Treffer erzielt.

Mit dem Einzug ins Endspiel setzt der FCR eine große deutsche Tradition fort; denn im achten UEFA-Cup Finale (16. in Perm und 23. Mai) ist zum sechsten Mal ein deutscher Verein vertreten.

Finalort MSV-Arenanoch möglich

Einen besonderen Reiz gewinnt diese Finalrunde der beiden Neulinge noch dadurch, dass Perm , die Heimat des Gegeners, eine Partnerstadt von Duisburg ist. Deshalb wollen Verein, Stadtspitze und Sponsoren auch noch einmal erneute Anstrengungen unternehmen, um das Final-Rückspiel vielleicht doch in der MSV-Arena austragen zu können. Auf Grund der UEFA-Fristen wird wohl noch in dieser Woche die Entscheidung über den Austragungsort fallen zunächst einmal steht aber schon am nächsten Samstag ein weiterer Höhepunkt an: Das DFB-Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg (12 Uhr, PCC-Stadion).

Kategorie: 1. Bundesliga · FF>>International · UEFA-Cup & Champions League · Vereine

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