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UEFA-Cup-Finale

14. April 2009 · Keine Kommentare

Samstag, 12 Uhr: Löwinnen wollen unbedingt auch ins DFB-Finale
Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort und die exakte Anstoßzeit für das UEFA-women’s-Cup-Final-Rückspiel fällt erst in der Woche nach Ostern. Das hat der FCR 2001 Duisburg am Donnerstag bekannt gegeben. In Absprache mit der UEFA, deren Delegation derzeit noch auf Inspektionsreise in Perm und Kasan beim Endspielgegner weilt, soll nämlich die Rückkehr dieser Reisegruppe erst abgewartet werden, um dann alle Entscheidungen in toto zu treffen und auch bekannt zu geben.

Mit freundlicher Genehmigung des FCR 2001 Duisburg

Bis dahin werden auch die Gespräche mit den Verantwortlichen des MSV Duisburg, der Stadt Duisburg, möglichen Sponsoren, technischen Ausstattern, Ticketing-Anbietern usw. abgeschlossen sein, um eine konkrete endgültige Aussage machen zu können. Diesem gemeinsamen Vorgehen hat am Abend auch der Vorstand des FCR 2001 auf seiner turnusmäßigen Vorstandssitzung zugestimmt.

FCR gegen Perm vielleicht am Freitag

Möglich ist inzwischen auch, dass die Partie bereits am Freitagabend angepfiffen wird – falls dieser Anstoßtermin für eine TV-Liveübertragung besser geeignet wäre. Wie wichtig ein solcher TV-Auftritt ist, zeigten eindrucksvoll die Zuschauerzahlen vom Lyon-Spiel am Sonntag:
Fast 1,1 Millionen Fans (!) saßen bei der Live-Übertragung der ARD vor den Geräten – die weitaus beste Einschaltquote bis 18 Uhr und fast die dieselbe Zahl, die das Finale Frankfurt-Umea vor einem Jahr erreichte.

Derweil laufen die sportlichen Vorbereitungen für das Halbfinale im
DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg auf Hochtouren; denn bei aller verständlicher Euphorie über die sensationellen Erfolge der Löwinnen auf dem europäischen Fußball-Parkett: Das deutsche Pokalendspiel zu erreichen, ist immer noch ein großer Traum und eine große Herausforderung für jede deutsche Kickerin – und das besonders in diesem Jahr, weil das Frauenfinale bekanntlich zum letzten Mal zusammen mit dem Endspiel der Männer in Berlin ausgetragen wird.

Während nun im 2. Halbfinale Turbine Potsdam mit dem Zweitligisten Wattenscheid 09 eine relativ leichte Aufgabe hat, muss der FCR am Ostersamstag, 12 Uhr, im PCC-Stadion gegen den VfL Wolfsburg um den Einzug ins Finale kämpfen – und das wird verdammt schwer. Prunkstück der Gäste ist sicherlich die Offensive mit dem Vorzeigestürmerinnen Müller, Blässe und der Ex-Duisburgerin Shelley Thompson; aber auch das kampf- und spielstarke Mittelfeld mit Carlson und Omilade ist Extraklasse. Bereits acht Niederlagen in dieser Spielzeit und 35 Gegentreffer belegen aber auch die Schwachstelle der Elf aus der Autostadt.
Aber auch hier warnt Cheftrainerin Marina Voss: „Auch in der Abwehr hat sich Wolfsburg in der Rückrunde stabilisiert, bis auf eine Ausnahme stammen alle Niederlagen aus der Vorrunde. Und mit Martina Müller spielt die zweitbeste Torschützin der Liga bei den Gästen.“

Gleich vier Spielerinnen verletzt oder krank

Die Löwinnen gehen hochmotiviert in diese wichtige Begegnung – auch, weil es im Meisterschaftsspiel zuletzt eine unnötige Punkteteilung gegeben hatte. Vor dem Abschlusstraining (Donnerstagabend) plagen den FCR und seine Trainerin aber extreme Personalsorgen: „Annike Krahn und Sonja Fuss sind krank, Sonja wird bis Samstag mit Sicherheit nicht mehr trainieren können. Außerdem sind Lira Bajramaj und Simone Laudehr verletzt.“ Viel Pech also besonders für Laudehr, die sich wenige Tage nach ihrem umjubelten Comeback bei einem Bundeswehr-Lehrgang muskuläre Probleme zugezogen hat. Da auch noch Elena Hauer angeschlagen ist, kann man den Stoßseufzer von Voss verstehen: „Die Aufstellung wird sich erst am Samstag ergeben.“

Unabhängig von diesen vielen Problemen hat diese Begegnung einen ganz besonderen Stellenwert für beide Trainer; denn Martina Voss und Ralf Kellermann, der VfL-Coach und ehemalige MSV-Keeper, stammen nicht nur beide aus Meiderich – sie sind auch zusammen auf eine Schule gegangen, nämlich das Max-Planck-Gymnasium: „Wir haben in der Sport-AG Fußball gespielt, Ralf ist nicht nur ein guter Torwart, sondern auch ein guter Feldspieler; und wie man nun sieht, auch ein guter Trainer,“ lobt Voss ihren Widerpart in höchsten Tönen.

Jugenderinnerungen hin, spielerisch, taktisch und kämpferisch grandioser Sieg gegen die ‚Welt’-Auswahl aus Lyon her: am Samstag möchte sich der FCR 2001 unbedingt auch für das DFB-Endspiel qualifizieren – die Mannschaft hofft deshalb auf eine ähnliche große Kulisse wie am Sonntag.

Die Fans sind wieder gefragt

Vorsitzender Guido Lutz: „Es wäre riesig, wenn uns kurz vor den Osterfeiertagen noch einmal so viele Fans wie möglich bei diesem Halbfinale anfeuern, am besten alle, die auch gegen Lyon dabei waren.“
Wer gar nicht kommen kann, dem hilft zumindest ein Griff zum Radio-Einschaltknopf: Radio Duisburg überträgt das Spiel mit Reporter Marco Röhling live auf der Frequenz 92,2.

Kategorie: 1. Bundesliga · Champions League · FF>>Liga & Vereine · Vereine

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