Sechs Punkte hatte FCR-Cheftrainerin Martina Voss aus den zwei Bundesligaspielen in Herford und gegen Bad Neuenahr (Samstag, 17 Uhr, PCC-Stadion) von ihrer Mannschaft gewünscht – und am Abend haben die Löwinnen die erste Hälfte dieses Auftrages eindrucksvoll erledigt: 6:0 (4:0) gewann der FCR absolut verdient – und das ohne die Stammspielerinnen Grings, Fuss, Oster – und zunächst auch Laudehr. Unmittelbar vor Spielbeginn verdrehte sich dann noch Stamm-Torhüterin Kathrin Längert das Knie (ist aber wohl Samstag wieder fit), so dass Christina Bellinghoven im Tor spielte.
Mit freundlicher Genehmigung von Radio Duisburg
Vorentscheidung schon nach 18 Minuten
Alles offenbar kein Problem für die vom Anpfiff an hochkonzentrierten Duisburgerinnen, die auch schnell für klare Verhältnisse sorgten. 5.Minute: Freistoß Popp von der linken Außenlinie, Femke Maes erwischte den Ball im zentralen Strafraum und köpfte mit dem Hinterkopf ein, 1:0; 18 Minute: Herrliche Flanke von Anne van Bonn, diesmal von rechts – und ebenso herrlicher Kopfball von Lira Bajramaj über die ganze Abwehr hinweg ins rechte Toreck, 2:0.
Damit war das Spiel gegen völlig überforderte Gastgeberinnen eigentlich schon gewonnen, die Löwinnen vergaben dann noch einige klare Chancen – um dann kurz vor der Pause im Stile eines Klasseteams noch zweimal zuzuschlagen. 42.: schöne Einzelleistung Bajramaj, die auch noch eine Gegenspielerin austanzt und aus 10 Metern überlegt einschießt; 44.: wiederum genaue Flanke van Bonn und diesmal nutzt Charline Hartmann eine ihrer Möglichkeiten – und das dritte Kopfballtor war perfekt.
UEFA gibt finale Spielorte bekannt
Nach der Pause kamen dann Kayikci und Goddard für Hartmann und Kiesel – und dann noch Laudehr für Krahn (58.). doch auch diese Wechsel änderten nichts an der Überlegenheit des FCR, die vielen, gut herausgespielten Chancen blieben ebenfalls, nur die Anzahl der Tore halbierte sich.
51.: Jetzt darf auch die sehr präsente Popp ein Kopfballtor machen – nach schöner Vorarbeit von Goddard; und in der 81. Minute die Krönung der souveräner Vorstellung: Nachdem Laudehr und Maes die Abwehr quasi mit einem doppelten Doppelpass schwindelig gespielt hatten, trägt sich auch Goddard in die Torschützenliste ein.
Vorsitzender Guido Lutz war’s zufrieden – und schickt einen Gruß an die Meisterschafts-Konkurrenten: „Sechs Tore schießt noch lange nicht jede Mannschaft in Herford. Wir haben eindrucksvoll unterstrichen, dass wir auch in der Bundesliga noch etwas erreichen wollen.“
Bellinghoven; van Bonn, Hauer, Krahn (60. Laudehr), Popp; Kiesel (46. Kayikci), Hegering; Maes, Bresonik, Bajramaj; C. Hartmann (46. Goddard).
Unterdessen hat die UEFA heute (Mittwoch) die beiden Austragungsorte für die europäischen Endspiele zwischen dem deutschen Frauen-Vizemeister FCR Duisburg und dem russischen Titelträger Swesda Perm bekanntgegeben: Das Hinspiel findet am Samstag, 16. Mai, 17.45 Uhr MEZ, in Kasan statt. Das Rückspiel in Duisburg wird am 22. Mai (Freitag) um 19.30 Uhr in der MSV-Arena angepfiffen.
Nun sind alle Fußballfans gefragt
Um das entscheidende Rückspiel in der MSV-Arena zu realisieren, sind allerdings noch erhebliche arbeiten zu erledigen: Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland, die MSV-Verantwortlichen mit dem Vorstandsvorsitzenden Walter Hellmich an die Spitze, die Verantwortlichen des FCR, aber auch viele Sponsoren arbeiten derzeit fieberhaft daran, dieses Finale zu einem Topereignis und einer Imagewerbung für den Fußball – und für die Stadt Duisburg zu machen.
Der Vorverkauf soll möglichst kurzfristig beginnen, aber Mannschaft, sportliche Leitung und Vorstand des FCR 2001 Duisburg appellieren jetzt schon an alle Fußballfans aus nah und fern, sich diesen Termin vorzumerken.











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