Löwinnen bereiten sich nun in Wedau auf das UEFA-Finale vor – Abflug nach Kazan am Donnerstag abend ab Frankfurt
Mit freundlicher Genehmigung von Rainer Zimmermann (Radio Duisburg) und dem FCR 2001 Duisburg
Duisburg (zi-). Gestern (Sonntag) um 16 Uhr musste der FCR 2001 Duisburg wohl erneut alle Meisterschaftsträume begraben: nach den ungefährdeten Siegen von Turbine Potsdam und vor allem Bayern München rechnet auch Chetrainerin Martina Voss nicht mehr mit dem Titel: „Es gibt viele Überraschungen im Sport, aber dass München am letzten Spieltag in Crailsheim verliert, ist kaum vorstellbar.“
Immerhin: zumindest hatte sich die FCR-Elf sich am Vormittag keine Blöße gegeben. Engagiert und laufbereit wollten die Duisburgerinnen vor erfreulichen und erfreuten 1080 Zuschauern den Sieg erkennbar schnell unter Dach und Fach bringen. Doch gegen die Wolfsburgerinnen, die noch defensiver antraten als im Pokalspiel, fehlte es zunächst an der letzten Präzision.
In der 30.Minute dann endlich das hochverdiente 1:0, das man vor allem Jennifer Oster sehr gönnte; die nimmermüde Flügelflitzerin schoss zentral ein, nach guter Vorarbeit von Grings und Maes. Mit diesem Tor war das Spiel eigentlich schon entschieden. Doch die Elf – ohne Alexandra Popp und Annemieke Kiesel angetreten, denen die Trainerin eine Ruhepause vergönnt hatte – erzielte schnell noch das 2:0, diesmal legte Oster wunderbar für Inka Grings auf (36.).
Und als die Kapitänin dann in der 47. Minute ihr Saisontor Nr.25 mit feiner Schusstechnik feiern konnte, war endgültig das Signal zu einer guten halben Stunde Sommerfußball gesetzt. Trotzdem: auch in dieser Phase hätten sich fast alle FCR-Spielerinnen noch einmal in die Torschützenliste eintragen können, es langte aber nur noch zum schönen Schlusspunkt: Linda Bresonik verwandelte souverän einen an Grings verschuldeten Foulelfmeter (89.).
Apropos Grings, apropos Torjäger : 2008 gewann Grings die Saison-Kanone mit 26 Toren – da scheint eine Verbesserung möglich und machbar. Vielleicht dann ein kleiner Trost für die wahrscheinlich entgangene Meisterschaft.
Längert, Bresonik, Fuss, Krahn, Ioannidou (57. Hauer), Hegering, Laudehr (46. Knaak), Oster, Maes (70. Popp), Bajramaj, Grings.
Eurosport überträgt ab 17.30 Uhr live
Aber Zeit, eventuell Trübsal zu blasen, haben die Löwinnen sowieso nicht: Drei Endspiele in 15 Tagen erfordern nun die volle Konzentration der Truppe. Bevor am Samstag, 17.45 Uhr (MEZ, ab 17.30 Uhr live auf Eurosport), das Final-Hinspiel um den UEFA-women’s-Cup angepfiffen wird, bittet Voss noch einmal an gewohnter Stelle zum Training (Dienstag, 18.15 Uhr); am Donnerstag beziehen die Löwinnen dann sozusagen ein Tages-Trainingslager in der Sportschule Wedau, von wo es gegen 17 Uhr mit dem Bus Richtung Flughafen Frankfurt geht. Um 22.10 hebt der Lufthansa-Airbus A319 ab, nach einer Zwischenlandung in Samara landet die Duisburger Delegation morgens um 05.35 Uhr in Kazan, wo der erste Teil des größten Abenteuers der Vereinsgeschichte auf die Löwinnen wartet.
Der Heimflug ist dann für Montag, 07.10 Uhr Ortszeit, geplant; hoffentlich unverletzt und bestens gelaunt – wofür natürlich eine gutes Ergebnis die entscheidende Voraussetzung ist.











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