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TSV-Frauen fangen sich erneute Schlappe ein

18. Mai 2009 · Keine Kommentare

Wie ein roter Faden ziehen sich die Negativfaktoren durch eine völlig verkorkste Saison. Die Mannschaft wirkt einfach nicht fit. Wie anders ist es zu erklären, dass im zweiten Abschnitt wieder innerhalb von 23 Minuten vier Gegentreffer einkassiert wurden, die sicher nicht alle unvermeidbar waren.

Mit freundlicher Genehmigung des TSV Crailsheim

Eine derartige Trefferflut führt natürlich zu einer völligen Verunsicherung auch der erfahrenen Spielerinnen. So musste Kim Kaller in der 50. Minute einen Treffer hinnehmen, der ihr bei geordnetem Nervenkostüm nie und nimmer über die Linie gerutscht wäre. Des Weiteren häufen sich taktische Fehler, denn die amerikanische Neuerwerbung Jeannette Dyer wirkte auf der Außenbahn völlig entnervt, während die seit Wochen indisponierte Ungarin Cecilia Gaspar in der Innenverteidigung völlig überfordert schien. Mit einer viel zu offensiven Grundformation lud man die Gastgeberinnen zum Kontern im eigenen Stadion ein, was der VfL auch weidlich ausnützte.

Dazu fehlte den Gästen auch das Glück, denn nach sehenswerten Aktionen in der zweiten Hälfte von Carina Breunig und Carolin Hörber prallte die Kugel vom Aluminium wieder ins Feld zurück. Einmal mehr haderte man im TSV-Lager auch mit der Schiedsrichterleistung, denn die Freistoßentscheidung, die zum Führungstreffer der Gastgeberinnen führte, kann in die Kategorie “lächerlich” eingeordnet werden. Ein Strafstoß, der von Kim Kaller glänzend pariert wurde, wäre wohl kaum für das Schlusslicht gegeben worden.

So nahm das Unheil nach dem Wechsel seinen Lauf, nachdem es zur Pause durch den Anschlusstreffer von Lisa Wich noch durchaus annehmbar für die Gäste aus Crailsheim ausgesehen hatte. Die Wölfinnen hatten gegen resignierende Gäste leichtes Spiel und schraubten das Ergebnis in allerdings nicht verdiente Höhen.

Der TSV muss nun bis zum 7. Juni warten, ehe das letzte Spiel gegen den FC Bayern München im Schönebürgstadion ausgetragen wird, wo der FC Bayern sein Meisterstück machen kann. In der Tabelle der Bundesliga rangiert der FC Bayern punktgleich mit Potsdam an der Spitze, hat aber ein Spiel weniger absolviert. Nach der Niederlage im Aufsteigerduell gegen Jena steht Herford als zweiter Absteiger fest.

In der zweiten Liga Süd führt vor dem Saisonfinale Saarbrücken mit zwei Zählern vor Sindelfingen. Im Norden steht Tennis Borussia Berlin bereits als Meister fest.

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