Vor rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauern bestritten die Frauen des SC Freiburg II und der Hegauer FV das diesjährige Finale im Südbadischen Verbandspokal im Bräunlinger Otto-Würth-Stadion, Platz II: ein für ein Pokalfinale völlig unwürdiger Rahmen. Der Hegauer FV gewann durch ein Tor von Nicole Stengele knapp mit 1:0.
Mit freundlicher Genehmigung des SC Freiburg II
In der ersten Halbzeit brauchten die Freiburgerinnen rund 20 Minuten, bis sie ins Spiel gefunden haben, erspielten sich danach aber ein leichtes Übergewicht, konnten ihre technische Überlegenheit aber zu keiner Zeit in hochkarätige Chancen oder gar Tore umwandeln. Hegau war vom Start weg präsenter, kam aber im Spielverlauf nur zu sporadischen Kontern, die aber bis auf einen auch keine wirkliche Torgefahr ausstrahlten. Bei der einzigen guten Chance blitzte die Klasse von Torhüterin Kristina Kober auf, die souverän hielt.
Trainer Udo Makamul hat beim Pausentee offensichtlich die richtigen Worte gefunden und stellte auch taktisch um: Bianca Willaredt gab ihre Position in der Viererabwehrkette auf und spielte nun in der zentralen Offensive. Freiburg stand 20 Meter weiter vorne als in der ersten Halbzeit, spielte die technische und spielerische Überlegenheit aus und kam zu einigen Torchancen die jedoch allesamt nicht konsequent genutzt wurden. Das Tor indes machte der Hegauer FV, der nach einer Stunde durch Nicole Stengele das 1:0 markieren konnte (62.). Freiburg blieb die überlegene Mannschaft doch der Torschrei in der 75. Minute blieb Fans und Spielerinnen im Halse stecken, als der Ball nach einem Tumult im Strafraum wohl über der Linie war, was der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Bieneck jedoch anders bewertete. Bereits in der Nachspielzeit hatte Kathrin Rothaug noch die Chance auf den Ausgleich, der Ball konnte aber zur Ecke abgewehrt werden.
Stimmen zum Spiel:
Freiburgs Trainer Udo Makamul zeigte sich nach dem Spiel verständlicherweise enttäuscht:
“Same procedure as every year… schade, dass ein Zuordnungsfehler gereicht hat, uns aus dem Spiel zu bringen. Wir hatten zwar einige Chancen, aber die letzte Konsequenz beim Torschuss, der letzte Wille das Tor zu machen hat leider gefehlt. Es tut mir leid für die Mädels, ich hätte es Ihnen von ganzem Herzen gegönnt.”
Hegaus Trainer Gino Radice:
“Unterm Strich war der Sieg verdient, auch wenn es am Ende noch mal eng wurde. Abgesehen von den letzten zehn Minuten waren wir die bessere Mannschaft, wir haben mehr für das Spiel gemacht und hatten die besseren Tormöglichkeiten.”
Katahrina Strohm, Offensivspielerin des SC:
“Schade, dass einmal mehr die spielerisch bessere Mannschaft verloren hat. Wir sind Anfangs etwas unsicher und ängstlich aufgetreten, weil wir unbedingt gewinnen wollten und Hegau konnte befreit aufspielen, weil sie sowieso im DFB-Pokal spielen dürfen. Und ebenso schade, dass unser Tor nicht gezählt hat, dass ich klar drin gesehen habe.”










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