Am letzten Spieltag der Saison 2008/2009 in der 2. Frauen-Bundesliga -Staffel Nord- empfing die 1. Frauenmannschaft des 1. FC Lok Leipzig die Mannschaft von Holstein Kiel im Bruno-Plache-Stadion. Für beide Mannschaften waren, egal wie das Spiel ausgehen würde, die jeweiligen Tabellenplatzierungen bereits vor dem Spiel klar. Lok Leipzig wird den 3. Platz und Holstein Kiel den 7. Platz belegen. Trotz dieser Konstellation boten und dies bei sommerlichen Temperaturen beide Mannschaften den Zuschauern ein wunderschönes Fußballspiel.
Mit freundlicher Genehmigung des FF USV Jena
Die erste Chance ergab sich für die Leipzigerinnen in der 8. Spielminute. Franziska Thieme brachte von der rechten Seite eine Flanke gefühlvoll in den Strafraum, wo Anne Heller mit dem Kopf zur Stelle war. Besser wie ihr Kopfball war nur noch Kiels Torfrau Ihrens, die mit einer Glanzparade den Ball gerade noch über die Querlatte lenken konnte. Aus der anschließenden Ecke ergab sich keine Chance für Lok Leipzig sondern ein Konter der Kielerinnen. Ein langer Ball in die Spitze, Stephanie Gueldenzoph ist von der Leipziger Abwehr nicht vom Ball zu trennen, ihr Zuspiel in den Strafraum erreicht Marialiiza Kranz, sie spielt noch Leipzigs Torfrau aus und die Gäste gehen in Führung. Auf Leipziger Seite passierte die nächsten Minuten nicht sehr viel und man sichtlich von dem Rückstand geschockt. Denn in der 20. Minute war es erneut Holstein Kiel mit Stepahnie Gueldenzoph die die Leipziger Abwehr nicht gut aussehen ließ und für die schon geschlagene Leipziger Torfrau konnte aber dieses Mal Katja Greulich den Ball noch von der Linie kratzen. Dies und die lautstarken Rufe des Leipziger Trainers mehr die Zweikämpfe anzunehmen und „einfacher“ zu spielen war wie ein Weckruf. Bereits in der 21. Spielminute tritt Anne Heller einen Freistoß direkt und wieder war es Kiels Torfrau, die mit einer Flugeinlage, den Leipziger Torjubel verhinderte. Aber bereits eine Minute später konnte auch sie nichts mehr machen. Susann Heuser bekommt einen Pass aus dem Mittelfeld auf den Fuß, zieht den Spurt an, überläuft ihre Gegenspielerin und verwandelt dann ganz überlegt zum Ausgleich für die Leipzigerinnen. Nachfolgend war ein sehr laufintensives Spiel zu sehen, bei dem beide Mannschaften es dem Gegner aber nicht gestatteten, bis auf einige Standards, gefährlich vor das jeweilige Tor zu kommen. Bis zur 40. Minute. Christina Nauesse wird im Lauf Richtung Kieler Tor mustergültig bedient und wie schon im Spiel gegen Union Berlin schaut sie auf die Reaktion der Torhüterin, um dann ihren Treffer zu markieren. Die Leipzigerinnen hatten das Spiel gedreht und mit einem 2:1 ging es auch in die Halbzeit.
Nach dem Wideranpfiff hatte Leipzig mit Kathleen Radtke die erste Chance in der 48. Minute. Frei im Strafraum trifft sie den Ball aber nicht richtig und verzieht. Im direkten Gegenzug der Konter der Kielerinnen. Christina Krause steht plötzlich 5 Meter vor dem Tor halblinks frei, aber zum Glück kann Leipzigs Torhüterin ihren Schuss parieren. Die Leipzigerinnen zogen sich dann zu sehr zurück und forderten Kiel regelrecht zum Angriffsfußball auf das Leipziger Tor auf. Folgerichtig musste Leipzig in der 71. Minute den Ausgleich hinnehmen. Sarah-Minoush Tode wird von der Leipziger Abwehr nicht energisch genug angegriffen und kommt ungehindert zum Torschuss. Der Ball knallt an die Querlatte, springt von dort zurück ins Feld und Christina Krause hat keine Mühe mit dem Kopf das Tor für Kiel zu erzielen. Nach zwei weiteren Großchancen für Kiel in der 74. und 75. Minute wäre auch deren Führung möglich gewesen. Nun hielt es auf Leipziger Seite Josefine Krengel nicht mehr in der Abwehr und sie trieb mit ihren Vorstößen die eigene Mannschaft nach vorn. In der 83. Minute belohnte sie sich selbst mit Siegtor für Leipzig. Aus der eigenen Abwehr heraus führte ihr Weg bis in den Strafraum der Kielerinnen. Dort wurde sie mit einer Klasse Flanke von Christina Nauesse bedient und markierte die Führung für Leipzig per Kopf.
Den Gesichtern aller Spielerinnen sah man nach dem Spiel nicht nur die Anstrengung der 90 Minuten an, sondern auch die auf dem Platz gefühlten 50 Grad.










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