Endlich ist sie da, die DFB-Pokal-Finale-Woche. Anlässlich Christi Himmelfahrt gab Turbines Cheftrainer Bernd Schröder in der vergangenen Woche seinen Spielerinnen zwar noch einmal einige Tage trainingsfrei („Vier Tage hintereinander, ich glaube, das gab es noch nie, solange ich bei Turbine bin“, so Kapitänin Jennifer Zietz, die seit 1998 für Potsdam kickt).
Mit freundlicher Genehmigung des 1. FFC Turbine Potsdam
Dafür stieg das Potsdamer Trainerteam am gestrigen Montag umso intensiver in die Vorbereitung für das am Samstag im Berliner Olympiastadion (Anpfiff: 16 Uhr, live in der ARD) stattfindende Pokal-Endspiel ein, in dem der 1. FFC Turbine Potsdam auf die frischgebackenen UEFA-Cup-Siegerinnen des FCR 2001 Duisburg treffen wird: „Wir haben zum Trainingsbeginn einige Tests durchgeführt“, verriet Co-Trainer Dirk Heinrichs auf der am heutigen Vormittag durchgeführten Pressekonferenz zum Pokalfinale den zahlreich erschienenen Medienvertretern, „die Tests haben uns gezeigt, dass die Mädels da sind, wo wir sie haben wollen – in körperlich bester Verfassung und topfit“. Jennifer Zietz und Goalgetterin Anja Mittag – sie führt die vereinsinterne Torschützenliste mit 20 Bundesligatreffern und fünf Pokaltoren mit g roßem Abstand an – nickten, grinsten und bestätigten die Aussagen ihres Coaches. „Wir sind heiß auf das Pokalspiel“, fasste Jennifer Zietz, seit zwei Jahren Kapitänin des Turbine-Teams, die Stimmung in der Mannschaft zusammen.
Die beiden A-Nationalspielerinnen werden am Samstag ihr bereits viertes Pokal-Finale mit Turbine Potsdam erleben. 2004, 2005 und 2006 erreichten die Mannschaft von Cheftrainer Bernd Schröder bereits drei Mal in Folge das Cup-Endspiel in Berlin, jeweils gegen Rekordpokalsieger 1. FFC Frankfurt setzte sich die junge Potsdamer Mannschaft durch und machte den Pokal-Hattrick perfekt. „2004, bei unserem ersten Pokalfinale, sind wir als klarer Aussenseiter gegen Frankfurt ins Rennen gegangen“, erinnert sich Anja Mittag zurück, die mit ihrem damaligen Treffer zum 3:0 laut DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger selbigen zum erklärten Frauenfußball-Liebhaber machte, „damals gehörte ich zu den jungen Spielerinnen, jetzt bin ich fast eine der ältesten, womit sich auch meine Rolle in der Mannschaft ziemlich verändert hat“. Gegen den FCR Duisburg erwartet die 24-Jährige am Samstag ein „ein Spiel auf Augenhöhe, denn es werden sich die beiden spielstärksten Mannschaften der Liga gegenüber stehen“. Gleichzeitig gibt sich Anja Mittag, die eine famose Saison spielt und mit ihrer wiedergefundenen Treffsicherheit großen Anteil am hervorragenden Saisonverlauf der „Turbinen“ trägt, für das Cup-Endspiel äußerst kampfeslustig: „Den Pokal, den nehmen wir mit“. Spielführerin Jennifer Zietz pflichtet ihrer Teamkollegin bei: „Wir fahren ja nicht dorthin, um nur zuzuschauen“.
Die Freude, das vorerst letztmals in Berlin ausgetragene Pokalendspiel der Frauen zu bestreiten, ist allen Beteiligten anzumerken. „Es ist etwas ganz Großes, was die Mannschaft da geschafft hat“, erklärt Vize-Präsident Uwe Rabe. Gleichzeitig schwingt jedoch auch deutliche Wehmut bei den Gedanken an das Berliner Olympiastadion mit: „Es ist schade, dass es das letzte Pokalfinale in Berlin ist“, fasst Anja Mittag ihre Gedanken zur Ausgliederung des Frauenfinals in eine eigenständige Veranstaltung zusammen, „das Spiel im Olympiastadion Berlin war für uns immer etwas ganz Besonderes, vor allem, weil es genau vor unserer Haustür stattfand. Die Atmosphäre in diesem Stadion ist einfach einmalig“. Diplomatisch erklärt die A-Nationalspielerin jedoch auch, dass ein eigenständiges Frauenfinale jedoch auch eine Chance für den Frauenfußball sein kann, sich positiv weiter zu entwickeln“.
Die Gedanken an die Zukunft waren jedoch schnell wieder weggewischt, denn Priorität hat dieser age einzig und allein das anstehende Spitzenspiel am Samstag. Die Begegnung zwischen Turbine Potsdam und dem FCR Duisburg ist ein absolutes Top-Duell des deutschen Frauenfußballs. Beide Teams haben zahlreiche A- und Juniorinnen-Nationalspielerinnen aufzubieten. Zugleich ist es ein Aufeinandertreffen zweier sehr ähnlicher Spielsysteme: schnell, offensiv, kombinationsreich. Während das Potsdamer Trainerteam seiner Mannschaft in den nächsten Tagen den gewohnten Feinschliff verpasst, reist der FCR Duisburg bereits am Donnerstag an. Unterkunft beziehen die „Löwinnen“ im Potsdamer Kongresshotel, direkt neben den Trainingsanlagen der „Turbinen“ am Olympiastützpunkt Potsdam am Luftschiffhafen. Am Freitag steht für beide Teams da s Abschlusstraining im Olympiastadion von Berlin an, anschließend ziehen auch die Potsdamerinnen zur letzten intensiven Vorbereitung auf das Saisonhighlight gemeinsam ins Hotel Resort Schwielowsee, von wo aus es am Samstag dann direkt ins Stadion geht.










0 Kommentare bis jetzt ↓
Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Eintrag, aber über dieses Formular kann sich dies schnell ändern:
Einen Kommentar hinterlassen: