Mit Anja Mittag, Fatmire Bajramaj, Jennifer Zietz, Bianca Schmidt und Babett Peter nominierte Bundestrainerin Silvia Neid alle fünf im Vorbereitungskader stehenden Spielerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam für die am 23. August in Finnland startende Europameisterschaft.
Mit freundlicher Genehmigung des 1. FFC Turbine Potsdam
Die deutsche Nationalmannschaft geht als Rekord-Europameister und Titelverteidiger in das Turnier, denn sechs der bislang zehn Mal ausgetragenen Europameisterschaften der Frauen konnte die DFB-Elf in der Vergangenheit als Sieger beenden. Klares Ziel von Bundestrainerin Neid ist auch in diesem Jahr, den 2005 im Finale mit einem 3:1-Sieg über Norwegen errungenen Titel erfolgreich zu verteidigen.
Mit der Nominierung aller fünf im Vorbereitungskader stehenden Potsdamerinnen zeigte sich Turbine-Trainer Bernd Schröder erwartungsgemäß zufrieden: “Wir sind schon stolz, dass wir fünf Spielerinnen bei der EM in Finnland dabei haben werden. Ich sehe das auch als ein Zeichen der Anerkennung für den Deutschen Meistertitel. Die Nominierung der Bundestrainerin ist ebenfalls ein Ausdruck dafür, dass die Arbeit, die wir hier im Verein tagtäglich leisten, anerkannt wird. Damit meine ich insbesondere die Ernsthaftigkeit der Vorbereitung, die sowohl wir als Trainerteam als unsere Spielerinnen selbst und in Eigenverantwortung betreiben und in der Vergangenheit betrieben haben”.
Akribisch hatte sich der 26-köpfige deutsche Auswahlkader daher seit dem 22. Juni mit mehreren intensiven Lehrgängen auf das EM-Turnier vorbereitet. Neben den beiden Testspielen gegen das Team der Niederlande am vergangenen Samstag (6:0) und die Japanerinnen am gestrigen Mittwoch (0:0) absolvierten die Nationalspielerinnen über 40 Trainingseinheiten im konditionellen und taktischen Bereich, standen teilweise “bis zu sechs Stunden täglich auf dem Trainingsplatz”, so Silvia Neid. Viel Zeit also für die Nationalspielerinnen, sich für eine EM-Nominierung zu empfehlen. “Es war eine schwere Entscheidung”, erklärte Silvia Neid am heutigen Vormittag im Rahmen der Bekanntgabe des endgültigen Turnierkaders, nachdem sie drei Feldspielerinnen sowie eine Torhüterin aus dem Vorbereitungskader hatte streichen müssen. “Ich glaube sogar, wir haben uns vor einem Turnier noch nie so viele Gedanken gemacht, um den endgültigen Kader festzulegen”, so die Bundestrainerin, “jede Spielerin hat von der ersten Minuten an voll mitgezogen. Am liebsten hätte ich alle mitgenommen. Aber das erlauben die Regularien nicht”.
Mit Anja Mittag, Fatmire Bajramaj, Jennifer Zietz, Bianca Schmidt und Babett Peter lösten alle fünf im Kader der DFB-Trainerin stehenden Potsdamerinnen ihr EM-Ticket. Nicht in Finnland dabei sein werden hingegen Isabell Bachor (FC Bayern München), Lena Goeßling (SC 07 Bad Neuenahr), Navina Omilade und Torfrau Alisa Vetterlein (beide VfL Wolfsburg). “Es war eine Entscheidung für 22 Spielerinnen und nicht gegen vier”, erklärte Silvia Neid.
Während Potsdams Defensivspezialistin Babett Peter mittlerweile auf 31 Länderspieleinsätze zurückblicken kann und sich auf der linken Außenverteidigerposition etabliert hat konnte sich Bianca Schmidt als eine der gegenwärtig jüngsten Spielerinnen in der DFB-Elf mit guten Leistungen sowohl in Verein als auch den Juniorinnen-Auswahlteams für die A-Nationalmannschaft und eine EM-Nominierung empfehlen. Gegen die Auswahl Japans am gestrigen Mittwoch absolvierte sie ihr fünftes Länderspiel. In der Defensive sind “wir qualitativ und quantitativ damit sehr gut besetzt”, analysiert Silvia Neid ihre Nominierung der Abwehr. “Zudem verfügen wir durch diese Spielerinnen über viele Variationsmöglichkeiten, da einige von ihnen in der Defensive verschiedene Positionen besetzen können”.
Eine ähnliche Situation herrscht laut Neid im Mittelfeld. Vier Spielerinnen sind bei der Europameisterschaft dabei, die das in der DFB-Elf aufgestellte defensive Mittelfeld bilden können: Linda Bresonik, Simone Laudehr, Kim Kulig und Turbine-Kapitänin Jennifer Zietz. Auf diese Plätze hatten sich jedoch fünf Spielerinnen beworben. „Lena Goeßling hat sich im Verlauf der Lehrgänge kontinuierlich gesteigert, dennoch lag am Ende Jennifer Zietz einen Tick vor ihr, weil sie von Beginn an in der Vorbereitung eine gute Form gezeigt hat“, erklärt die DFB-Trainerin.
In der Offensive sind neben Anja Mittag sowie Turbines Neuzugang Fatmire Bajramaj Melanie Behringer, Kerstin Garefrekes, Inka Grings, Martina Müller, Célia Okoyino da Mbabi und Birgit Prinz gesetzt. “Auch hier garantiert die Besetzung eine größtmögliche technische und taktische Flexibilität. Wir haben Angreiferinnen mit Torriecher und Außen, die Zug zum Tor entwickeln, präzise flanken können und darüber hinaus ihre Defensivarbeit nicht vernachlässigen”, ist die Bundestrainerin von ihrem Angriff überzeugt.










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