Das erste Vorbereitungsspiel der neuen Saison gestalteten die SC Frauen am Freitagabend in Hausen an der Möhlin gerade so erfolgreich und gewannen gegen den Schweizer Erstligisten SC Kriens mit 3:2. Für den SC Freiburg trafen Martina Moser, Susanne Hartel und Neuzugang Romina Kuffner.

Martina Moser setzt sich vor der Freiburger Bank gegen eine Gegenspielerin durch. (Foto: Peter Clesle)
Mit freundlicher Genehmigung des SC Freiburg
Trainer Günter Rommel setzte anfangs auf Bewährtes und brachte zunächst nur drei Neuzugänge, Laura Benkarth im Tor und auf den offensiven Außenbahnen Annika Eberhardt und Selina Nowak. Ansonsten liefen in der Viererkette Verena Faißt, Jana Linke, Valeria Kleiner und Julia Zirnstein auf, die Doppel-Sechs wurde von Kerstin Boschert und Myriam Krüger besetzt, davor Martina Moser im offensiven Mittelfeld und als einzige Spitze die erfolgreichste Torschützin der vergangenen Saison, Susanne Hartel.
Es ging zäh los, obwohl auf Freiburger Seite eigentlich eine eingespielte Mannschaft auf dem Platz stand, lief nicht viel zusammen, “wir haben uns das Leben selber schwer gemacht”, konstatierte Trainer Rommel denn auch nach dem Spiel, der mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden war. Und so war es auch nur folgerichtig, dass Kriens nach einen guten Viertelstunde in Person von Lara Keller einen Konter zum 0:1 abschließen konnte (17.). Doch die Freude auf Schweizer Seite währte nicht lange. Nach einem veritablen Schnitzer der Torhüterin, die einen Abschlag in die Beine von Martina Moser schlug, glich diese postwendend wieder aus (1:1, 21.). Dennoch gab es den ein oder anderen schönen Spielzug zu betrachten, der letztlich das Eintrittsgeld wert war: Nach einer halben Stunde spielte Verena Faißt ihre Schnelligkeit aus, zog bis zur Grundlinie und bediente die mitgelaufene Martina Moser mustergültig, die jedoch knapp übers Tor zog. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann ein Doppelpass quer über den gesamten Platz: Susanne Hartel brachte von der linken Seite den Ball zu Julia Zirnstein, Hartel nutze die lange Flugzeit um in die Mitte zu rücken und wurde von Zirnstein bedient, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Kurz danach versuchte sie sich mit einem Fallrückzieher, der aber über dem Tor landete (42.). Zuvor aber hatte Hartel den Ball schon im Tor untergebracht: Eine Ecke von Martina Moser köpfte sie souverän ein (2:1, 38.).
In der zweiten Halbzeit wechselte Rommel fast komplett durch. Nur Benkarth durfte weiterhin das Tor hüten und Faißt besetzte weiterhin die linke Defensivseite. In der Innenverteidigung kamen jetzt Isabella Schmid und Danique Klein zum Einsatz, flankiert von Stéphanie Wendlinger auf rechts. Die Doppel-Sechs wurde von Jeanne Haag und Merza Julevic besetzt, die Offensivraute von Sinah Amann, Tatjana Hummel, Anja Maike Hegenauer und Romina Kuffner gebildet. Es lief damit etwas besser, wobei Rommel das mitunter damit erklärte, dass die Spielerinnen die dann kamen in der ersten Halbzeit Anschauungsunterricht hatten und lernen konnten.
Nach sieben Minuten brachte Verena Faißt einen Freistoß aus rund 30 Metern, halblinker Position vors Tor, Isabella Schmid köpfte drüber; eine Minute später prüfte Sinah Amann Kriens’ Torhüterin aus der Drehung, die Torhüterin bestand die Prüfung jedoch. In der 65. Spielminute nutzen die Schweizerinnen dann einen Patzer in der Defensive durch Anna Rita Da Silva, die zum 2:2 abstauben konnte. Keine zehn Minuten vor dem Ende schlenzte Verena Faißt den Ball noch an die Latte, fast mit dem Schlusspfiff hatte Romina Kuffner aus kurzer Distanz die Möglichkeit, die sie zum 3:2 Endstand nutze (90.).
Kriens’ Trainer Markus Kummer war dennoch zufrieden: “Das Spiel war für ein Vorbereitungsspiel gut, das defensive Konzept ist aufgegangen, am Ende hat uns aber die Kraft gefehlt.”
Freiburgs Übungsleiter Günter Rommel war “mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden, wir haben uns das Leben selber schwer gemacht, Wenn die Beine vom Training müde sind, muss man erst recht mit Köpfchen spielen und nicht die schweren Sachen machen. In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser, aber die Spielerinnen konnten auch aus der ersten Halbzeit lernen. Dennoch ist das erste Fazit, dass wir in der Breite auf jeden Fall Qualität gewonnen haben.”
Der SC Freiburg spielte mit:
1. Halbzeit: Benkarth Zirnstein, Linke, Kleiner, Faißt Boschert, Krüger Moser, Eberhardt, Nowack, Hartel
2. Halbzeit: Benkarth Wendlinger, Stein, Schmid, Faißt Haag, Julevic Hegenauer, T. Hummel, Amann, Kuffner
Tore: 0:1 Keller (17.), 1:1 Moser (21.), 2:1 Hartel (38.), 2:2 Da Silva (65.), 3:2 Kuffner (90.)











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