Mit 2:0 gewannen die Bundesligafrauen des SC Freiburg am Mittwochnachmittag gegen den 1. FC Saarbrücken. Sie ziehen damit ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Für den SC trafen Martina Moser und Annika Eberhardt.
Mit freundlicher Genehmigung des SC Freiburg
Im Vergleich zum letzten Bundesligaspiel in Bad Neuenahr musste Trainer Günter Rommel wieder umstellen. Statt Valeria Kleiner kam Kerstin Boschert wieder in der Innenverteidigung zum Einsatz, als Außenverteidigerin wurde die verletzte Verena Faißt durch Selina Nowak ersetzt und auf der defensiven Mittelfeldposition spielte statt Isabella Schmid die Französin Jeanne Haag. Ansonsten spielten unverändert Marisa Brunner im Tor, Danique Stein und Julia Zirnstein in der Viererabwehrkette. Im Defensiven Mittelfeld kam neben Jeanne Haag wieder Myriam Krüger zum Einsatz, das Offensivquartett bildeten Martina Moser, Juliane Maier, Anja Maike Hegenauer und Annika Eberhardt.
Es fing gut an für die Breisgauerinnen, bereits nach sieben Minuten zappelte der Ball im Saarbrücker Netz: Martina Moser bekam den Ball an der Strafraumgrenze durchgesteckt, ließ die beiden Gegenspielerinnen aussteigen und schob schön ins untere linke Eck ein (1:0, 7.). Sie erzielte damit das erste Saisontor nach 367 torlosen Pflichtspielminuten für die Freiburgerinnen und zeigte, dass es doch geht. Doch die Freude währte einstweilen nicht lange, in der elften Spielminute pfiff Schiedsrichterin Christine Beck Elfmeter, aus Sicht der vermeintlich foulenden Julia Zirnstein ein unberechtigter Strafstoss. Juliana Edwards versuchte sich, platzierte den Ball aber schlecht, Marisa Brunner im Freiburger Tor hatte nicht wirklich Probleme mit dem Schuss.
Doch trotz des psychologischen Vorteils, 1:0-Fürung und gehaltener Strafstoß, spielte das Team um Kapitänin Kerstin Boschert von da an sichtlich verunsichert. Aber Saarbrücken konnte daraus kein Kapital schlagen, lediglich zu einem gefühlten Dutzend Ecken kamen sie, die entweder über Freund und Feind hinweg flogen, oder sichere Beute von Marisa Brunner waren.
Mit dem 1:0 ging es zum Pausentee, die Teams kamen unverändert aus der Kabine, Freiburg wartete ab, ohne sich aber ausschließlich aufs Kontern zu verlegen. Zahlreiche Chancen wurden mitunter fahrlässig vergeben. Anja Maike Hegenauer, Kerstin Boschert und Juliane Maier vergaben aus aussichtsreicher Situation, besser machte es Annika Eberhardt in der 67. Minute – allerdings auch erst im zweiten Versuch – frei vor der Saarbrücker Torhüterin schoss sie diese an, die Keeperin ließ abprallen, Martina Moser kam wieder an den Ball, zögerte kurz und entschied sich dann, wiederum Eberhardt zu bedienen: Dieses Mal ließ sie es sich nicht mehr nehmen und sorgte mit dem 2:0 für die Vorentscheidung. Es bedurfte noch einiger guter Aktionen von Marisa Brunner, doch im Wesentlichen war die Messe gelesen.
Stimmen zum Spiel:
Stephan Fröhlich, Trainer 1. FC Saarbrücken:
“Der SC war die ersten 20 Minuten besser, meine Viererkette hat gespielt wie ein Hühnerhaufen. Mit fortschreitender Spieldauer haben wir uns dann ins Spiel gearbeitet, und im Mittelfeld dominiert. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein optisches Übergewicht, wir hatten zwei, drei gute Chancen, unser Gegner war aber bei Kontern immer gefährlich. In Anbetracht der Anfangsphase geht das 2:0 aber in Ordnung. Wir freuen uns auf die Revanche in 10 Tagen.”
Günter Rommel, Trainer SC Freiburg:
“Ich will gar nicht so sehr in die Spielanalyse gehen, Hauptsache endlich mal wieder gewonnen und gezeigt, dass es geht. Wir hatten heute in den entscheidenden Momenten das notwendige Glück und haben unsere Chancen verwertet. Nach dem Elfmeter waren wir etwas verunsichert, aber das ist in unserer Situation normal. Insgesamt haben wir heute spielerisch keine Glanzleistung geboten, auch viele Fehler gemacht, aber über das kämpferische Element das Spiel entschieden.”
90 Minuten:
7. Moser setzt sich an der Strafraumgrenze gegen zwei Abwehrspielerinnen durch und schiebt zum 1:0 ein.
10. Elfmeter für die Gäste nach Foulspiel von Zirnstein, Brunner hält gegen Edwards.
11. Hegenauer über halbrechts, zieht aus 16 Metern ab, Torhüterin lässt abklatschen, Moser im Nachschuss drüber.
16. Freistoß für den SC, Maier schießt aus 18 Metern knapp drüber.
20. Maier flankt von der rechten Außenbahn, Hegenauer verzieht knapp.
26. Boschert mit der Chance aus zehn Metern, Ehl im Saarbrücker Tor hält den Ball.
35. Langer Ball auf Moser, die kann sich aber im Zweikampf nicht durchsetzten.
37. Eckball Saarbrücken, die SC-Abwehr klärt.
43. Erneut Eckball für die Gäste, diesmal klärt Brunner.
45. Und wieder Eckball für die Saarländerinnen, wieder kein Problem für die Hintermannschaft der Breisgauerinnen.
51. Hegenauer mit einem Versuch aus 15 Metern, Ehl kann klären.
54. Maier zieht aus zehn Metern ab, Ehl kann erneut klären.
55. Hegenauer wird wunderbar frei gespielt und schießt direkt auf die Torhüterin.
60. Uwak mit der Chance aus 12 Metern, aber Brunner ist zur Stelle und hat den Ball sicher.
65. Ein Freistoß von Maier findet Boschert am zweiten Pfosten, die kann den Ball aber nicht im Tor unterbringen.
67. Eberhardt macht im zweiten Versuch nach Zuspiel von Moser das 2:0.
77. Arend taucht frei im Freiburger Strafraum auf, Brunner ist zur Stelle und klärt.
79. Dambier zieht aus gut 18 Metern ab, verfehlt aber ihr Ziel.
84. Moser flankt von rechts, der Abschluss von Hegenauer wird von der Gästeabwehr geblockt.
89. Saarbrücken mit der Chance zum Ausgleich, aber Arend trifft das Tor nicht.
Statistik:
SC Freiburg:
Brunner Nowak, Stein, Boschert, Zirnstein – Haag (90. Julevic), Moser, Hegenauer (84. Kuffner), Maier, Krüger – Eberhardt
1.FC Saarbrücken:
Ehl Schinkel, Arend, Karnbach, Teague (83. Scherer), Trach, Uwak (84. N. Schmitt), Leykauf, Dambier, Vetterlein (84. Colissi), Edwards
Zuschauer: 178
Tore: 1:0 Moser (7.), 2:0 Eberhardt (67.)
Schiedsrichterin: Christine Beck (Magstadt)
Gelb: Zirnstein / -











0 Kommentare bis jetzt ↓
Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Eintrag, aber über dieses Formular kann sich dies schnell ändern:
Einen Kommentar hinterlassen: