Sven Kahlert übernimmt vorerst bis zum Ende der Saison den Cheftrainerposten beim 1. FFC Frankfurt.
Zu Beginn der Spielzeit 2009/2010 war der 39-jährige Fußball-Lehrer, zunächst als Co-Trainer, vom 1. FFC verpflichtet worden und hat sich innerhalb kürzester Zeit sowohl innerhalb der Mannschaft als auch bei Manager Siegfried Dietrich und den Vorstandsverantwortlichen große Akzeptanz und Respekt erarbeitet. FFC-Medienreferent Marc Kennedy sprach mit dem neuen Mann an der Seitenlinie über seine kurz- und langfristigen Ziele und Erwartungen.
Mit freundlicher Genehmigung des 1. FFC Frankfurt
FFC: Herr Kahlert, Sie haben in Ihrer Funktion als Co-Trainer bereits einige Monate mit der Mannschaft gearbeitet. Sehen Sie das als Vor- oder Nachteil für Ihre neue Position?
Sven Kahlert: Das ist ganz klar ein Vorteil. Ich brauche keine lange Zeit, um mich einzuarbeiten und mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Zudem kenne ich bereits die Spielerinnen und weiß ganz gut, wie ich mit Ihnen umzugehen habe. Jede hat bestimmte Charaktereigenschaften und die gilt es zu berücksichtigen. Insofern bin ich froh, mein Team bereits genauer zu kennen.
Sie haben sich in kürzester Zeit sehr gut beim 1. FFC Frankfurt eingelebt und einen guten Draht zur Mannschaft gefunden. Wie würden Sie Ihre Herangehensweise beschreiben?
Ich bin sehr ehrgeizig, optimistisch und erfolgsorientiert. Bei der täglichen Arbeit mit der Mannschaft versuche ich für den gemeinsamen Erfolg alles zu geben. Ich sehe mich als Teil des Teams und gebe im Training detaillierte Hilfestellungen, um die Spielerinnen Stück für Stück den Idealvorstellungen näher zu bringen. Dabei ist mir das Wir-Gefühl besonders wichtig und wenn die Mannschaft das auch so empfindet, können wir viel erreichen.
Da ist auch schon das richtige Stichwort gefallen. Was sind Ihre Ziele mit dem 1. FFC?
Kurzfristig ist es erst einmal wichtig, im DFB-Pokal am Donnerstag gegen Bad Neuenahr die nächste Runde zu erreichen. Mittel- und langfristig sind die Ziele des Vereins in dieser Saison, das Pokalfinale sowie einen der ersten beiden Plätze zu erreichen, um im nächsten Jahr in der Champions League zu spielen. Das sind Ziele, mit denen ich mich voll identifiziere. Wir haben ein hochkarätig besetztes Team mit vielen erfahrenen Spielerinnen und Top-Talenten, genau die richtige Mischung, um Erfolg haben zu können.
Sie werden jetzt als Cheftrainer die sportliche Verantwortung tragen. Mit welchen Gefühlen gehen Sie an die neue Aufgabe heran?
Ich sehe es als große Herausforderung, für den erfolgreichsten deutschen Frauenfußballverein der letzten zehn Jahre eine solche Position zu bekleiden. Ich habe mich auch schon zuvor in der Zusammenarbeit mit Günter Wegmann miteinbringen können, aber natürlich habe ich auch eigene Ideen und Vorgehensweisen und werde diese in meine tägliche Arbeit einfließen lassen. Daher wird jetzt nicht alles anders sein, aber ich gehe an die Aufgabe mit durchaus differenzierten Ansätzen heran. Immerhin ist dies nach vielen Aufgaben im Jugendbereich meine erste Station im Profifußball und ich bin ebenso neugierig und offen den Spielerinnen gegenüber, wie sie wahrscheinlich mir begegnen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und glaube, wenn das ganze Team mit dem gleichen Elan und Engagement wie ich zu Werke geht, dass wir auf dem
Weg zu unseren Zielen auch viel Spaß haben werden.










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