Neuzugang Kozue Ando schießt für den FCR 2001 ihr erstes Pflichttor
Duisburg (zi-). Der aktuelle Pokalsieger FCR 2001 Duisburg hat die Pflichtaufgabe im Viertelfinale souverän erledigt und sich mit einem 4:0 (1:0) beim Zweitligisten 1. FC Köln für das Halbfinale qualifiziert, das am Mittwoch beim Männerpokalspiel in Osnabrück ausgelost wird.
Mit freundlicher Genehmigung von Rainer Zimmermann für den FCR 2001 Duisburg.
Cheftrainerin Voss-Tecklenburg sprach hinterher von einem völlig verdienten Sieg, war aber mit der ersten Halbzeit gar nicht zufrieden: “Da haben wir nach dem ersten Tor zu nachlässig gespielt und den Gegner ein wenig aufgebaut. Nach der Pause war unser Spiel dann viel besser; Köln konnte unser Tempo nicht mehr mitgehen und so bekamen wir auch die Räume, um die weiteren Tore zu erzielen.”
Der FCR begann das Spiel vor beachtlichen 1.100 Zuschauern relativ verhalten und ließ die Kölnerinnen in den ersten fünf Minuten ein wenig ins Spiel kommen – vielleicht auch wegen der klaren Sicherheitsaufstellung, die Trainerin Martina Voss-Tecklenburg gewählt hatte, mit der Zentralverteidigung Bresonik/Krahn und den beiden Sechsern Hauer/Kiesel.
Nach diesen fünf Minuten hatten die Löwinnen aber offenbar genug vom Gegner gesehen und begannen mit ihren Angriffen. Die größte Chance hatte Femke Maes, die nach der bis dahin schönsten Kombination aus sechs Metern die Torfrau anschoss. Die anschließende Ecke brachte dann aber die Führung für den Favoriten – mit einer der spektakulärsten Tore der bisherigen Saison: Nachdem Torfrau Wojtasik den Ball nicht kontrollieren konnte, entwickelte sich ein Knäuel von mindestens zehn Spielerinnen im Fünf-Meter-Raum; vier, fünf Schüsse prallten an dieser Menschenmauer ab – bis dann der Ball bei Annike Krahn ungefähr am Elfmeterpunkt landete: Ein überlegter Schuss ins linke Toreck bedeutete die nun verdiente 1:0-Führung, die Inka Grings in der 16. Minute mit einem Latten-Kopfball sozusagen bestätigte.
Bis zum Pausenpfiff gab es dann neben einem Abseitstor von Grings nur noch eine hochkarätige Chance: Nach einem Popp-Freistoß brachten erst Laudehr und dann Kiesel nicht genug Druck hinter den Ball, um auf 2:0 zu stellen. Der Zweitligist, der gleich mit fünf Ex-FCRlerinnen antrat, belegte mit einigen gefälligen Angriffen zwar seine spielerischen Möglichkeiten, brachte aber nur einmal, nach einer Ecke, ein wenig Gefahr in den Duisburger Strafraum.
Drei wunderschöne Tore
Auch die zweite Hälfte begann der Pokalverteidiger recht verhalten – und bis zur 51. Minute auch unverändert, dann kam Marith Prießen für Anne van Bonn – nur ein Personalwechsel, keine neue Ausrichtung. Das galt auch für den zweiten Wechsel nach einer Stunde: Hegering kam für Hauer, also ein Wechsel auf der Sechser-Position.
Immerhin spielte der FCR jetzt viel engagierter, eine ganze Serie von Eckbällen zeugte von der jetzt deutlichen Überlegenheit, die dann in der 61. und 72. Minute auch ihre zählbare Konsequenz hatte: Erst bewies Femke Maes ihre feine Schußtechnik und netzte aus 15 Metern mit einem tollen Schrägschuß ein; das perfekte Zuspiel kam von Prießen. Gut zehn Minuten später war dann Torjägerin Inka Grings zur Stelle, die sich wieder einmal ein Sonderlob verdiente für ihre nimmermüde Laufarbeit: Nach präziser Flanke von Jennifer Oster war die Kapitänin zur Stelle und traf volley aus kurzer Distanz.
Damit war die Begegnung natürlich längst entschieden – doch der Fußballgott hatte noch eine wunderbare Zugabe parat: Nach einer erneut mustergültigen Flanke der rechten Flügelflitzerin Jennifer Oster traf Neuzugang Kozue – ausgerechnet mit dem Kopf. Die japanische Nationalspielerin war erst kurz vorher eingewechselt worden und hatte bis dahin schon mit einigen schönen Doppelpässen und guten Laufwegen ihr Können bewiesen.











0 Kommentare bis jetzt ↓
Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Eintrag, aber über dieses Formular kann sich dies schnell ändern:
Einen Kommentar hinterlassen: